Erstes Treffen des Netzwerkes der Bürgerenergiegenossenschaften Nordbayerns

Erstes Treffen des
Netzwerkes der Bürgerenergiegenossenschaften Nordbayerns

02.03.2013 in Erlangen

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg!

60 Vertreter von 24 nordbayerischen Bürgerenergiegenossenschaften, die etwa 2.500 Mitgliedern vertreten, kamen zusammen, um sich gegenseitig zu bestärken und die Kräfte für die Zukunft zu bündeln. Die Referenten haben die Themen Vermarktung, Windkraft, Genossenschaftsorganisation und Recht praxisnah vermittelt und lebhaft mit den Genossenen diskutiert. Das Lob für die Veranstaltung war überwältigend und bestärkte alle, die Zusammenarbeit weiter zu festigen.
An dieser Stelle werden Sie in den nächsten Tagen alle Informationen und Präsentationen der Veranstaltung finden. Wir bedanken uns bei den Referenten für Ihre Vorträge und die überlassenen Unterlagen.

Arbeitsgruppe „Vermarktung“

Die Aktiven, die zu diesem sehr breiten Thema Ihre Kompetenzen einbringen wollen und Best-Practice-Lösungen mit erarbeiten wollen, bitte wir eine Email an dieter.emmerich@ewerg.de zu senden. Falls möglich schon mit einem Know-How- oder Interessenschwerpunkt, um erste Konzentrationen vorzunehmen. Gerne können Sie für weitere Fragen oder Anregungen auch Dieter Emmerich unter 09131/409899 anrufen.
Zwischeninformationen oder Arbeitsergebnisse werden wir wieder an alle Email-Empfänger des Vernetzungstreffens verteilen.

Programm Flyer_Nordbayerntreffen_final

Vortragsunterlagen

Wirtschaftlicher Betrieb von EE-Anlagen: Vermarktung außerhalb des EEG, neue Geschäftsfelder (Michael Vogtmann, DGS-Franken): DGS Vogtmann 2013-03-02 BEG Geno workshop

Verwaltungssoftware für BEGs: Mitglieder, Projekte und Zahlen online verwalten (Robert Spanheimer, Agrokraft): FWR Spanheimer 2013_03_02_Verwaltungsprogramm_Erlangen

Genossenschaftliche Windparks: Projektierung, Risikostreuung, rascher Projektbeginn (Robert Spanheimer, Agrokraft): FWR_Spanheimer_BEGs_Windprojekte

Dezentrale Stromvermarktung: Rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche Aspekte (RA Florian Brahms, MASLATON): Brahms RAe Maslaton 2013-02-22 Vortrag Br 02 03 2013 Erlangen

Weitere Quellen und Verweise

Eigenverbrauch in Privathaushalten, Lastkurven und Berechnungen, Optimierung durch Speicherung (SMA Solar)
http://www.sma.de/loesungen/medium-power-solutions/expertenwissen/die-eigenstromzulage.html
http://www.photovoltaik4all.de/jdownloads/Eigenverbrauch%20von%20Solarstrom/eigenverbrsbu-ti-ude114710.pdf
Eigenverbrauch im Gewerbe, Lastkurven und Berechnungen (SMA Solar)
http://www.sma.de/loesungen/medium-power-solutions/expertenwissen/gewerblicher-eigenverbrauch-von-solarstrom.html

Standardlastprofile 2013, Haushalt und Gewerbe (EON Mitte)
http://www.eon-mitte.com/index.php?parent=9491

Standardlastprofile Haushalt und Gewerbe (Wikipedia)
http://de.wikipedia.org/wiki/Standardlastprofil

Wir bedanken uns bei den Sponsoren für Ihre Unterstützung:

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Kinofilm: Leben mit der Energiewende

Nur regenerative Energieträger können in der Zukunft eine bezahlbare Stromversorgung sicherstellen. Hiervon ist auch der Freie Jounalist und Autor Frank Farenski fest überzeugt und hat zu diesem Thema einen Kinofilm produziert: „Leben mit der Energiewende“

Open Source ist das Prinzip, nach dem Frank Farenski den Film produziert hat und so ist der gesamte Film online frei anzusehen oder herunterzuladen. Das ist eine tolle Initiative! Sehen Sie selbst:

 Alle Informationen zu dem Film gibt es hier: Link

Artikel: „Die Klimakrieger“

Artikel aus Die WELT:

Wie von der Industrie bezahlte PR-Manager der Welt seit Jahren einreden, die Erderwärmung finde nicht statt. Chronologie einer organisierten Lüge.

Marc Morano sät den Zweifel per Tastendruck. Er sitzt im Fond einer schwarzen Lincoln-Town-Car-Limousine und bedient seine wichtigste Waffe, den Laptop. Draußen fliegt der Herbstwald vorbei, Morano lädt eine neue Schlagzeile auf seine Website: »Die amerikanische Umweltbehörde wird beschuldigt, Menschenversuche durchzuführen«.

Ganzer Artikel: hier

Kein Klimawandel in Erlangen?

Mit großem Erstaunen nahmen die Initiative „Energiewende ER(H)langen“, die EWERG eG und die BfB-Energie eG das Symposium „Energie und Klima“, zu der die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gemeinsam mit VDI/VDE am 8.11. nach Erlangen eingeladen hatten, zur Kenntnis.

Zur Vorgeschichte: Bereits im Vorfeld wandten sich die eingangs genannten Organisationen an Uni-Rektor Karl-Dieter Grüske mit der Bitte, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, der unter Experten als ausgewiesener Klimawandelskeptiker gilt und den entscheidenden Einfluss des Menschen und des CO2 auf den Klimawandel bestreitet, wieder auszuladen. Uni-Kanzler Thomas Schöck verteidigte die Einladung mit der Begründung, es fände eine kontroverse wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Publikum sowie Mitreferenten, die seinen Thesen wissenschaftlich fundierte Argumente entgegen setzten können, statt.

Nach dem Symposium bleibt festzuhalten: Die Veranstaltung bestätigte bezüglich der Ausführungen zum Klimawandel die schlimmsten Befürchtungen.

1. FAU, VDI und VDE laden selbsternannte Klimaexperten, die den Klimawandel sowie den Einfluss des menschlichen Handelns hierauf in Frage stellen, zum Symposium. Prof. Vahrenholt als Chemiker und Prof. Harde als Materialwissenschaftler referieren somit als Fachfremde ohne tieferen klimawissenschaftlichen Hintergrund. Dies, wie auch die Tatsache, dass Vahrenholt bis Juli 2012 Vorstandsvorsitzender der RWE-Gesellschaft RWE Innogy war, bleiben dem Publikum verborgen. Trotz ihrer Hintergründe bekommen sie für ihre äußerst umstrittenen Thesen und kaum nachvollziehbaren Herleitungen eine universitäre Bühne. Dass ein anderer Umgang mit derartigen Thesen möglich ist, zeigte vor wenigen Monaten die Universität Osnabrück, die Vahrenholt schlicht wieder auslud.

2. Wissenschaft zeichnet sich dadurch aus, dass bei der Betrachtung eines Themas unterschiedliche, auch kontroverse Meinungen zum Ausdruck kommen. Obwohl Kanzler Schöck im Vorfeld beschwichtigend auf eben diesen wissenschaftlichen Charakter der Veranstaltung hingewiesen hat, konnte davon während der Veranstaltung keine Rede sein. Angesichts der Standpunkte und Meinungen der anderen Vertreter im Themenbereich „Klima“ stellt sich nämlich die Frage, wo hier die kontroversen oder unterschiedlichen Meinungen geblieben sind. Stellen doch die Thesen des Materialwissenschaftlers Harde sowie des Chemikers Vahrenholt den Klimawandel grundsätzlich bzw. zumindest den menschlichen Einfluss durch die massiven CO2-Emmissionen in Frage. So konnten sich die Referenten über ein exklusives und widerspruchsfreies Podium freuen.

3. Doch damit nicht genug: Auch aus dem Publikum waren Rückfragen oder Stellungnahmen zu keinem Zeitpunkt erlaubt – auch nicht im Rahmen der Podiumsdiskussion. Was diese Art der Diskussionskultur mit Wissenschaft zu tun hat, bleibt schleierhaft.

4. Interessant ist in diesem Zusammenhang sicherlich die Unterstützerliste der Veranstaltung. Auf der tauchen nämlich mit Areva und Siemens lokal ansässige Großkonzerne auf, die noch immer überwiegend von fossiler und nuklearer Energieerzeugung profitieren. Behauptungen wie „Wir brauchen mindestens 40 % fossile und atomare Energie, sonst schaden wir der Umwelt“ sind daher kaum verwunderlich und fanden an diesem Tag an der Universität unwidersprochen ein breites Publikum.

Fazit: Es ist beschämend, dass die Universität eine derartige Veranstaltung ausrichtet und diese auch noch als wissenschaftlich verkauft. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Universität in Zukunft ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst wird, statt unter dem Deckmantel der Wissenschaft einseitige Lobbyarbeit und Industriepolitik im Sinne gewissser Gruppen innerhalb des VDI bzw. VDE zu betreiben.

Wirbelsturm „Sandy“ muss zu Umdenken führen!

Eine Kolumne von Hans-Josef Fell, MdB

Der verheerende Sturm an der Ostküste der USA zeigt in aller Eindrücklichkeit, dass bereits die Erderwärmung von 0,8 Grad Celsius (vorindustriellem Niveau) bereits heute Auswirkungen angenommen hat, die in zunehmende Katastrophen münden.

Wie werden die Stürme, Überschwemmungen und Hitzeperioden wohl aussehen, wenn die Erde sich auf 2 Grad Celsius aufgeheizt hat? Stürme wie „Sandy“, aber auch die vielen Dürren – gerade auch in den USA – zeigen, dass das vielfach anerkannte 2 Grad Ziel verantwortungslos ist. Entgegen der Rhetorik selbst von vielen Klimaschützern, wird die Welt bei 2 Grad Celsius Erderwärmung sehr wohl irreversible Schäden ertragen müssen.

Es wird Zeit, dass die Klimaschutzbemühungen das 2 Grad Ziel nicht mehr akzeptieren, sondern eine Abkühlung der Erde auf das vorindustrielle Niveau anstreben. Dass dies geht, hat längst die Studie der Universitäten Stanford und  Davis aufgezeigt, die eine 100-prozentige Energieversorgung der Weltgemeinschaft mit Erneuerbaren Energien bis 2030 für möglich hält und damit der größte CO2-Imitenten, die fossile Energiewirtschaft, abgelöst werden kann.  Auch eine Kohlenstoffreinigung der Atmosphäre wäre machbar, wenn die Weltgemeinschaft auf fruchtbare Böden mit Kohlenstoffanreicherung (zum Beispiel mit Biokohle), Aufforstung und biologische Landwirtschaft setzen würde.

Doch wenn nicht einmal die Mehrheit der Klimaschutzorganisationen diese Forderungen erheben, wie soll dann ein wirklich wirksamer Klimaschutz organisiert werden? „Sandy“ sollte den Anstoß geben, die weltweiten Klimaschutzziele und Maßnahmen zu überdenken und diese wesentlich zu verschärfen.

Hier geht es zur Studie aus Kalifornien:  Link

Berlin, den 31.10.2012

Ihr Hans-Josef Fell MdB

BfB-Energie widerspricht dem Märchen vom teuren grünen Strom

Entgegen der vielen derzeitigen Presseberichte ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht der Preistreiber bei den Stromkosten. Für die Stromkosten spielen stattdessen zwei andere Aspekte eine Rolle, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind.

Der Strompreis 2012 setzt sich aus folgenden Kostenanteilen zusammen: 34 % Stromerzeugung, 20 % Netznutzung, 14 % EEG-Umlage (= 3,59 ct/kWh), 8 % Stromsteuer, 7 % Konzessionsabgabe und 16 % Mehrwertsteuer (http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis). Im Strompreis gar nicht enthalten sind jedoch Teile der Kosten der konventionellen Energieträger. Diese so genannten versteckten Kosten setzen sich zusammen aus Förderungen und Subventionen (z.B. Steinkohleabbau im Ruhrgebiet), aber auch aus den Folgekosten konventioneller Energieträger (Atommülllagerung, CO2-Ausstoß, Katastrophen und deren Auswirkungen wie z.B. Tschernobyl oder die Explosion der Ölplattform im Golf von Mexiko), die z.T. schlicht auf die nachfolgenden Generationen abgewälzt werden.

Eine Studie des Forums Ökologische Marktwirtschaft (FÖS) hat die „gesamtgesellschaftlichen Kosten“ der einzelnen Energieträger berechnet und kommt dabei für konventionelle Energieträger auf zusätzliche Kosten von ca. 11 ct/kWh. Würden diese, genau wie die EEG-Umlage, als „Konventionelle-Energien-Umlage“ dem Strompreis hinzugerechnet, wäre für jedermann ersichtlich, welches in Wahrheit die teuren Energieträger sind – nämlich die konventionellen.

Hinzu kommt: Anders als private Verbraucher und kleine Betriebe sind viele stromintensive Konzerne vom Netzentgelt befreit. 23.000 Betriebe mit hohem Stromverbrauch sind außerdem weitgehend von der Stromsteuer befreit. Auch die EEG-Umlage muss von stromintensiven Betrieben nicht gezahlt werden. Umgelegt werden diese Einnahmeausfälle wiederum auf kleinere Betriebe und Privatverbraucher, denen dann eine höhere Stromrechnung ins Haus flattert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.BfB-Energie.de.

VDE Studie zum Ausbau der EE und Energiespeichern

Gemäß einer Studie des VDE zum geplanten Ausbau der Erneuerbaren Energien auf 80 % bis 2050 werden die Stromgestehungskosten selbst mit einem hiermit verbundenen Einsatz von Energiespeichern nur um ca. 10% steigen.
Verglichen mit der Stromkostensteigerung der bisher noch primär auf fossilen Energien basierten Stromversorgung der vergangenen Jahr(zehnt)e stellt dies eine deutliche Entlastung der Verbraucher dar und entlarvt viele andere Meldungen und Berichte, die vor einer Kostenexplosion durch die EE warnen, als pure Panikmache.

Die gesamte Pressemappe ist hier verfügbar: Link

Erlanger Startup entwickelt Lösungen zur Optimierung von KWK-Anlagen

Der Erlanger Green-Technology-Anbieter, die beECO GmbH, entwickelt Lösungen zur Maximierung der Wirtschaftlichkeit von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK).

Der aktuelle Prototyp läuft im Probebetrieb bereits bei einem regionalen Energieversorger.

Seit 1. August nutzt die beECO GmbH die Crowdsourcing-Plattform Innovestment, um die Weiterentwicklung ihres Produkts zu finanzieren. 100.000 € wollen die drei Gründer einwerben, um ihre Erfindung zum skalierbaren Produkt weiterzuentwickeln. Die Finanzierung ermöglicht dem jungen Unternehmen das Team um einen Softwareingenieur zu erweitern und das ECOsystem auch für andere Kraftwerkstypen und Einsatzgebiete nutzbar zu machen.

Weiter Infos in der Pressemitteilung von beECO.

Energiegenossenschaften treiben Energiewende voran

Mehr als 80.000 Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich in Deutschland an Genossenschaften zum Ausbau Erneuerbarer Energien und treiben damit die Energiewende voran. Rund 800 Millionen Euro wurden in den letzten Jahren von 500 neu gegründeten Genossenschaften für gemeinschaftlich betriebene Anlagen zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung investiert. Meist handelt es sich dabei um Solaranlagen, an denen sich Bürger bereits mit kleinen Beträgen beteiligen können. Zu diesen Ergebnissen kam eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands e.V. (DGRV) zusammen mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) e.V.

„Energiegenossenschaften werden zum Treiber der Energiewende. Sie bieten Bürgern einen idealen Rahmen, sich vor Ort für den Umbau der Energieversorgung zu engagieren und sie steigern damit die Akzeptanz für Energieprojekte in der Region“, sagt Dr. Eckhard Ott, Vorsitzender des Vorstands des DGRV.

Solaranlagen als häufigste Investition

Über 90 Prozent der Energiegenossenschaften betreiben Solaranlagen, da ihre Realisierung technisch und finanziell überschaubar und nahezu überall in Deutschland möglich ist. „Solartechnik und Genossenschaftsmodelle ergänzen sich prima. Sie demokratisieren die Energieversorgung in Deutschland und machen sie auch bei kleinem Geldbeutel für Jedermann zugänglich. Auch ohne eigenes Hausdach kann so jeder Bürger zum Gewinner der Energiewende werden“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.

Bürgerbeteiligung doppelt wichtig

„Die Beteiligung der Bürger ist in doppelter Hinsicht unverzichtbar für das Gelingen der Energiewende: Zum einen ermöglichen die Erneuerbaren Energien eine direkte Partizipation an der lokalen Wertschöpfung. Diese Möglichkeit wird in erster Linie von Bürgern erkannt und auch genutzt“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der AEE. „Zum anderen hilft Bürgerbeteiligung, die dringend benötigte Kompetenz für die Energiewende flächendeckend aufzubauen. Denn wer sich für den Ausbau Erneuerbarer Energien vor Ort engagiert, will auch Verantwortung etwa für technische Erfordernisse der Systemtransformation übernehmen“, ist sich Vohrer sicher. Zwei Drittel der Genossenschaften ermöglichen eine Beteiligung mit Beiträgen unterhalb von 500 Euro, bei einigen von ihnen ist sogar ein Mindesteinstieg mit weniger als 100 Euro möglich.

Die Untersuchung des DGRV zeigt auch: Für die Mitglieder von Energiegenossenschaften sind der Umweltschutz und der Ausbau Erneuerbarer Energien sowie die Förderung von regionaler Wertschöpfung deutlich wichtiger als die Rendite. Und diese Ziele werden erreicht: „Rein rechnerisch decken die Energiegenossenschaften mit ihrer Stromproduktion den Haushaltsbedarf ihrer Mitglieder vollständig ab“, resümiert Ott.

Die AEE geht davon aus, dass die Zahl der genossenschaftlich organisierten Bürgerkraftwerke weiter steigt. Im Bioenergiebereich sind viele Biogasanlagen oder Holzheizkraftwerke in der Hand der Bürger. Genossenschaftliche Bürgerwindparks sind im Kommen.

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien

Energiewende macht Deutschland unabhängig

Energiewende macht Deutschland unabhängig

Um die nationale sowie regionale Dimension der deutschen Energiewende abzubilden, lud die Frankfurter Rundschau zwei Fachmänner zum Doppelinterview. Der auf internationalem Parkett erfahrene ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer traf im April auf den Stadtwerke-Verbandsgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. Gemeinsam diskutierten sie über den deutschen Weg zu einer Energieversorgung auf Basis regenerativer Quellen.
Töpfers Einschätzung der bisherigen Anstrengungen: „Das Engagement der Bürger und Kommunen ist groß. Das ist schon etwas Gewaltiges, und es gibt große Erfolge bei den privaten Investitionen in erneuerbare Energien. Das sollte nicht vergessen werden. Aber bei der Energiewende von oben, da hapert es.“ Zwar müsste es nicht unbedingt ein neues Energieministerium geben, vielmehr müsse das Gemeinschaftswerk – gut koordiniert – gemeinsam umgesetzt werden. Auch Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), sieht hier Verbesserungspotenzial: Der Politik fehle derzeit jemand, der offene Fragen zum Kapazitätsmechanismus, zum Leitungsausbau oder zur energetischen Gebäudesanierung kanalisiere und auf eine zielgerichtete Entscheidung hinwirke. Trotz dieser Schwierigkeiten sehen beide Experten die Vorteile einer vollständigen erneuerbaren Energieversorgung: „Der Preis der Energiewende wird aber überschaubar bleiben und Deutschland eine größere Unabhängigkeit von weiter deutlich ansteigenden Kosten der fossilen Energieträger und der Kernenergie ermöglichen“, so Töpfer.

Mehr lesen: Frankfurter Rundschau: „Das Gemeinschaftswerk Energiewende zerfasert“. 14.04.2012.

Quelle: Renews – Infodienst über Erneuerbare Energien:  April 2012