BfB-Energie widerspricht dem Märchen vom teuren grünen Strom

Entgegen der vielen derzeitigen Presseberichte ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht der Preistreiber bei den Stromkosten. Für die Stromkosten spielen stattdessen zwei andere Aspekte eine Rolle, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind.

Der Strompreis 2012 setzt sich aus folgenden Kostenanteilen zusammen: 34 % Stromerzeugung, 20 % Netznutzung, 14 % EEG-Umlage (= 3,59 ct/kWh), 8 % Stromsteuer, 7 % Konzessionsabgabe und 16 % Mehrwertsteuer (http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis). Im Strompreis gar nicht enthalten sind jedoch Teile der Kosten der konventionellen Energieträger. Diese so genannten versteckten Kosten setzen sich zusammen aus Förderungen und Subventionen (z.B. Steinkohleabbau im Ruhrgebiet), aber auch aus den Folgekosten konventioneller Energieträger (Atommülllagerung, CO2-Ausstoß, Katastrophen und deren Auswirkungen wie z.B. Tschernobyl oder die Explosion der Ölplattform im Golf von Mexiko), die z.T. schlicht auf die nachfolgenden Generationen abgewälzt werden.

Eine Studie des Forums Ökologische Marktwirtschaft (FÖS) hat die „gesamtgesellschaftlichen Kosten“ der einzelnen Energieträger berechnet und kommt dabei für konventionelle Energieträger auf zusätzliche Kosten von ca. 11 ct/kWh. Würden diese, genau wie die EEG-Umlage, als „Konventionelle-Energien-Umlage“ dem Strompreis hinzugerechnet, wäre für jedermann ersichtlich, welches in Wahrheit die teuren Energieträger sind – nämlich die konventionellen.

Hinzu kommt: Anders als private Verbraucher und kleine Betriebe sind viele stromintensive Konzerne vom Netzentgelt befreit. 23.000 Betriebe mit hohem Stromverbrauch sind außerdem weitgehend von der Stromsteuer befreit. Auch die EEG-Umlage muss von stromintensiven Betrieben nicht gezahlt werden. Umgelegt werden diese Einnahmeausfälle wiederum auf kleinere Betriebe und Privatverbraucher, denen dann eine höhere Stromrechnung ins Haus flattert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.BfB-Energie.de.

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